surface

Das Fotobuch »surface« entstand als Teil meiner Bachelorarbeit und untersucht das Verhältnis von Skateboarding und Architektur. Skateboarder nehmen den Raum bewusster und intensiver wahr als der typische Fußgänger. Objekte wie Bänke, Stufen, Kantsteine oder Geländer werden durch den Skater zweckentfremdet und anders genutzt als es die Architekten geplant haben.

Die Eroberung und kreative Nutzung von urbanem Raum ist ein zentraler Bestandteil der Skateboard-Kultur. Die unscheinbaren Spuren, die dabei entstehen, bleiben meist unbemerkt oder werden als Sachbeschädigung und Vandalismus wahrgenommen. Sie zeigen einen Abdruck der rhythmischen Bewegungen, welche die Skateboarder auf der urbanen Oberfläche hinterlassen. Je nach Geschwindigkeit, Winkel, Bewegung und Material entstehen unterschiedliche Strukturen. Ist ein Ort erstmal durch diese Spuren markiert, werden Skater auf den Ort aufmerksam und aus kleinen Kratzern und Streifen werden komplexe Muster.